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Mittwoch, 03. November 2010
Stolz ...
Von wort-bonbons, 15:57

Sehr schöne Webcam aus meine Stadt...



Im Salento entstanden vor hundert Jahren Villen wie aus 1001 Nacht. Sie sorgen für arabisches Flair in Italiens Stiefelabsatz..

Wer würde nicht gerne in den Ferien so wohnen. Großzügige Räume mit arabesker Wandbemalung und hohen Kuppeldecken, schattige Wandelgänge und Innenhöfe, märchenhafte orientalische Fassaden, dazu ein Panoramablick über eine einzigartige Küstenlandschaft. Ende des 19. Jahrhunderts verlieh eine Hand voll Architekten solchen Träumen Gestalt. Sie setzten die heute noch sichtbaren, extravaganten Ideen betuchter Bauherren um. In einer paradiesischen Gegend.

Knorrige Oliven, Pinienhaine, Wein und Oleander säumen die Wege durch den apulischen Salento, die überwiegend ebene Landschaft zwischen Ionischem Meer und Adria. Von Maglie, einer Kleinstadt knapp eine halbe Autostunde südlich der Provinzhauptstadt Lecce, geht es an die Ostküste. Hier fällt die Landschaft steil ab. Smaragdgrünes Wasser umspült die malerische Felsküste, die sich in weiten Schwüngen, von Minifjorden unterbrochen, bis hinunter nach Capo di Leuca, dem legendären "apulischen Weltende", zieht. Die Ostküste von Apuliens südlichster Region war schon vor über hundert Jahren eine der ersten Adressen für Schöngeister und Genießer. Wegen ihres Klimas und wegen der wildromantischen Schönheit ihrer Natur galt sie als "luogo ideale del bel vivere" , als bestes Plätzchen für ein schönes Leben also. Wer die Mittel hatte, urlaubte hier oder verlegte seinen Wohnsitz gleich hierher und ließ entsprechend bauen. Während der eingesessene Adel seine Landhäuser und Küstenpaläste im traditionellen Stil des Lecceser Barock errichtet hatte, folgte das damals junge Geld dem Zeitgeist des fin de siècle und setzte auf neue Stilelemente. Ende des 19. Jahrhunderts war auch der Orient angesagt. Man ahmte heftig nach, erfand gerne dazu, produzierte nicht selten wilde Stilmixturen. Sie mussten nur möglichst exotisch sein.

Auf dem Salento erfand und huldigte man, was Archtitektur anbelangte, dem Neomoresco. Ein überaus exotischer Baustil, der sich an den maurischen Palästen Kairos, Bagdads und der einstigen andalusischen Hochburgen Granada, Cordoba und Sevilla orientierte. Fabrikanten, Geschäftsleute und Künstler, neureich allesamt, begeisterten sich geradezu überschwänglich für diese neu-islamischen Formen und bauten im großen Stil. Schließlich wollte man nicht nur schön und luxuriös leben, sondern vor allem den alteingesessenen Adelsfamilien zeigen, was man sich leisten konnte. Das bescherte den außerhalb der Region kaum bekannten Propagandisten des neuen Stils, den Architekten Achille Rossi, Georgio Fazzi, Carlo Luigi Arditi und allen voran Giuseppe Ruggieri, dem rührigsten der "Neomoresco-Gilde", über Jahre hinweg volle Auftragsbücher. Und Apuliens südlichster Landschaft bis heute weltweit einmalige Traumvillen, die den Märchen aus 1001 Nacht entliehen scheinen.

Über dem malerischen Küstenort Santa Cesarea Terme leuchtet weithin sichtbar die orangefarbene Kuppel der Villa Sticchi. Das fast quadratische, 30 Meter lange und beinahe ebenso hohe Gebäude ist die perfekte Nachahmung eines orientalischen Harems, in fünfjähriger Bauzeit erstellt und 1904 von Familie Sticchi erworben. Der von Ruggieri entworfene imposante Prachtbau gilt als die ausgefeilteste und kunstvollste Residenz neomaurischer Art auf dem Salento. Auf drei Seiten wandelt man in einem schattigen, von schlanken, gedrehten Säulen getragenen Portico. Durch die hufeisenförmigen Stützbögen und die sternförmig durchbrochene Ballustrade scheint die Sonne und inszeniert auf den Arabesken, Bögen, Blumenmotiven und Kalligrafien der Fassade ein hinreißendes Spiel von Licht und Schatten. Bis in die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein fungierte die Villa als Kursaal des kleinen Seebades, unter dessen Füßen in weitverzweigten, nur schwimmend zu erreichenden Meeresgrotten, warme Heilquellen sprudeln. Heute vermieten die Erben Sticchi den Familiensitz. In Ruggieris Meisterwerk wohnt man ganz simpel - zur Miete.

Im Salento konnte man die maurischen Ornamente vor allem deshalb so kunstvoll gestalten, weil mit der pietra leccese das ideale Baumaterial vor der Haustür lag. Der Lecceser Stein, ein honiggelber Tuff, ist so weich, dass er sich quasi mit den Fingern formen lässt.

Auch jüngere Häuser bedienten sich dieses Baumaterials, das der Provinzhauptstadt Lecce während des Barock zu üppig verzierten Fassaden verhalf. Bei der um 1950 erbauten Villa Maria in Tricase beispielsweise kreuzen sich barocke Stilelemente mit den typisch orientalischen Fensterbögen. Der Blickfang über dem Hafenbecken des winzigen Fischerdorfs liegt auf halbem Weg zwischen Santa Cesarea Terme und Leuca an der Spitze des Stiefelabsatzes. Dort sorgt die Villa de Francesco Licci für arabisches Flair. Zu finden ist das zu den schönsten Werken des neuislamischen Baustils zählende Haus mit seinen lilienförmigen Zinnen kinderleicht: in der schmalen Via Leonardo da Vinci leuchtet es schneeweiß aus dem Honiggelb der umliegenden Gebäude. Nicht weniger auffällig: Villa Daniele im Bootshafen. Inmitten eines Steingartens erhebt sich von Palmen gerahmt der vollständig renovierte Sitz der Familie Daniele di Gagliano. In der Mitte der Dachterrasse, über dem dreibögigen Portal befindet sich eine achteckige Aussichtsplattform mit Säulen, Außentreppen und maurischen Bögen. Kaum zu glauben, dass der Prachtbau der Gaglianos schon vor 120 Jahren entstanden ist.

Ganz aus der Mode ist der Neomoresco nie gekommen. Seit etwa zehn Jahren nehmen auch Neubauten wieder häufiger arabische Elemente in die Gestaltung auf. Die Reminiszenz ans vergangene Urlauben und Wohnen der (ab)gehobenen Art könnte der Anfang vom Ende des Verfalls weniger berühmter neomaurischer Bauten sein.

SERVICE // Salento oder salentinische Halbinsel heißt Apuliens südlichste Region. Die Westküste ist flach und sandig, die Ostküste zwischen Otranto und Capo di Leuca besitzt eine überaus malerische Steilküste.


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Mick Hucknall, ex Sänger von Simply Red, wohnt in der Lombardei und besitzt weingüter auf Sizilien. Er spricht übrigens perfekt italienisch...
Hier in Deutschland habe ich nichts mitbekommen, das er seit nun 2008 ein SoloSänger ist. Nach 25 jahren " Simply Red " wollte er sich als solist versuchen...  Sei erstes Album heisst.. " Tribut to Bobby " ...


... Hier unten ist ein Video wo er zu sehen ist .. in seine Wahlheimat " Bella Italia ".. Das Land wo die internationalen Stars sich wohlfühlen.. kein wunder...

In sein interwiev sagt er... Er lebt nun seit 20 jahren in itelien.. es ist einfach sich in Italien sich gut zu fühlen.. Die Menschen sind sehr freundlich... hilfsbereit .. und er fühlt sich gut er ist Glücklich und er ist zuhause...

Einer meiner lieblingslieder von ihm... Man hat er eine STIMME... Love it!!!

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